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Nicht nur an Land spielt das Licht eine wichtige Rolle beim fotografieren. Unter Wasser beeinflussen deutlich mehr Faktoren die Lichtverhältnisse als an Land und somit die Qualität der Bilder. Der Artikel erklärt die Bezeihung zwischen Wasser und Licht und dem Fotografieren.

Wasser und Licht und Fotografieren

Ein wichtiger Faktor beim Fotografieren ist das Licht. Beim Fotografieren unter Wasser spielt das Licht die wichtigste Rolle.
Es gibt einige Faktoren, die die Lichtverhältnisse unter Wasser beeinflussen.

Wie viel Licht kommt unter Wasser an?

Physikalisch gesehen sind es vier Vorgänge die den Lichtanteil von der Sonne beeinflussen, der unter Wasser ankommt: Die Diffusion, die Reflexion, die Absorption und die Streuung.
Das klingt relativ kompliziert, ist es aber eigentlich nicht.
Bedecken Wolken den Himmel, es herrscht Nebel oder Rauch zerstreuen diese Ereignisse das Licht das von der Sonne kommt. Man spricht von Diffusion. Es kommt weniger Licht an der Wasseroberfläche an.
Ihr habt im Urlaub am Meer bestimmt bemerkt, dass es dort häufig heller ist und Ihr eher zur Sonnenbrille greift als an Land. Das liegt an der Reflexion, wenn das Licht die Wasseroberfläche erreicht, wird es reflektiert.
Ein weiterer Punkt ist, je tiefer Ihr unter Wasser kommt, desto dunkler wird es. Das liegt an der Absorption des Lichtes im Wasser. Ein Teil der Energie wird hier in Wärme umgewandelt.
Der letzte Vorgang, die Streuung hängt von Schwebeteilchen im Wasser ab. Je mehr Schwebeteilchen es gibt, desto mehr wird das Licht im Wasser zerstreut und desto dunkler wird es.
Und was bedeutet das jetzt für das Fotografieren unter Wasser?
Je weniger Licht im Wasser ankommt, desto dunkler wird es.
Es gibt verschiedene Punkt, wie ihr dem beim Fotografieren Abhilfe schaffen könnt.
1. Fotografiert nur im flachen Bereich. So kann das Wasser weniger Licht absorbieren und das Licht muss nicht so viele Schwebeteilchen durchdringen und wird somit weniger gestreut.
2. Versucht um die Mittagszeit (zwischen 10 und 14Uhr) zu fotografieren. Hier steht die Sonne am Höchsten. Die Sonnenstrahlen treffen fast senkrecht auf die Wasseroberfläche. Das Wasser reflektiert so weniger Sonnenlicht.
3. Ihr könnt auch künstliche Lichtquellen, wie einen Blitz oder ein Videolicht zum Fotografieren benutzen.
4. Es bietet sich immer an, Fotos von unten nach oben zu schießen. So fangt Ihr mehr Licht ein.

Die Farben verschwinden

Licht ist eigentlich physikalisch gesehen eine Kombination von Lichtstrahlen mit verschiedenen Wellenlängen. Ihr müsst Euch das Wasser wie einen großen Filter vorstellen, der die unterschiedlichen Wellenlängen aufnimmt.
Das führt dazu, dass Ihr unter Wasser Farben verliert. In ca. 15 Metern Tiefe wirkt das Wasser nur noch einfarbig (meist blau oder grün).
Das Wasser absorbiert die Farben. Bei schlechten Sichtverhältnissen unter Wasser können die Tiefen abweichen, aber grundsätzlich gibt es folgende Formel:
Rot verschwindet langsam ab– drei Metern Tiefe
Orange – ab 5 Metern Tiefe
Gelb – ab10 Metern Tiefe
Violett – ab 15 Metern Tiefe
Grün – ab 24 Metern Tiefe

Wasser und Licht - bewölkerter Himmel, keine zusätzliche Lichtquelle, Tiefe 4 Meter

Wasser und Licht – bewölkerter Himmel, keine zusätzliche Lichtquelle, Tiefe 4 Meter

Welche Auswirkungen hat das auf das Fotografieren unter Wasser?

Ihr müsst versuchen die Farben wieder in das Bild zu bekommen.
Wie geht das?
Ihr könnt natürlich nur im flachen Bereich fotografieren. Doch wer will das schon auf die Dauer.
Alternativ könnt Ihr einen Filter für die Kamera verwenden, so wird der Farbverlust im Foto kompensiert.
Die meisten Kameras verfügen auch über einen manuellen Weißabgleich, mit dem die Fotoautomatik wieder Farben ins Bild zurückbringt.
Alternativ besteht auch die Möglichkeit auf externe Lichtquellen, wie Unterwasserblitze und Unterwasservideoleuchten zurückzugreifen.

Farben unter Wasser - bewölkt, externer Blitz, Tiefe 4 Meter

Farben unter Wasser – bewölkt, externer Blitz, Tiefe 4 Meter

Ahhh der Fisch ist aber groß und dicht an mir dran

Hier haben wir es mit einem weiteren Phänomen unter Wasser zu tun. Der Lichtbrechung.
Das Licht trifft vom Wasser auf Eure Maske, die ist normalerweise mit Luft gefüllt und wird beim Übergang vom Wasser auf Luft gebrochen. Alles erscheint größer und dichter.
Üblicherweise wirken Objekte im Wasser um ein Drittel größer und um ein Viertel dichter.
Das gleiche Phänomen trifft auch auf Eure Kamera zu. Hier wandert das Licht auch vom Medium Wasser in das Medium Luft.
Und was hat das mit dem Fotografieren unter Wasser zu tun?
Wahrscheinlich ist das Fotoobjekt viel weiter weg und viel kleiner als ihr es denkt. Die geschätzte und tatsächliche Entfernung weichen voneinander ab. Ihr solltet vielleicht noch etwas näher ans Objekt gehen.

Zusammenfassung

Für das Fotografieren unter Wasser spielt das Licht eine wichtige Rolle. Aufgrund der unterschiedlichen Wellenlängen des Lichtes müsst Ihr auf Korrekturfaktoren wie einen Farbkorrekturfilter oder eine externe Lichtquelle zurückgreifen.
Weiterhin solltet Ihr versuchen bei klarem Himmel und um die Mittagszeit zu fotografieren. Hier sind die Lichtverhältnisse unter Wasser am besten.
Und wenn Ihr denkt, Ihr seid schon nah am Fotoobjekt, könnt Ihr ruhig noch etwas näher ran. Unter Wasser wirkt alles größer und näher.

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